Diakonie-Gottesdienst in der Stiftskirche St. Georgen: Hoffnung braucht konkrete Hilfe

Diakonie Gottesdienst
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Beim Diakonie-Gottesdienst heute in der Stiftskirche St. Georgen stand die Verbindung von christlicher Hoffnung und konkreter Hilfe für Menschen in belastenden Lebenssituationen im Mittelpunkt. Die Ansprache hielt Dekan Dr. Manuél Ceglarek, Dekan und Verwaltungsratsvorsitzender. Ausgehend vom Predigttext aus Jesaja 66 machte er deutlich, dass Hoffnung mehr ist als Optimismus: Sie gibt Menschen in Krisen Halt, eröffnet neue Deutungen ihres Lebens und hält offen, dass das Gegenwärtige nicht das Letzte ist. Mit Blick auf Ernst Bloch wurde Hoffnung dabei als Kraft beschrieben, die über das Bestehende hinausweist und ins Handeln führt. So verbindet sich christlicher Trost mit dem Auftrag der Diakonie, Menschen ganz konkret Schutz, Beratung und Begleitung zu geben. 

In seinem Grußwort verwies Dr. Franz Sedlak, Vorstand des Diakonischen Werkes Bayreuth, darauf, dass die Beratungsstellen der Diakonie seit der Corona-Zeit immer stärker in Anspruch genommen werden. Viele Menschen suchten Begleitung in persönlichen, familiären, finanziellen und seelischen Notlagen. Diese Entwicklung zeige, wie wichtig verlässliche Beratungs- und Unterstützungsangebote seien.

Damit wurde auch der Bezug zur zentralen Frühjahrssammlung der Diakonie deutlich. Sie lenkt den Blick auf Menschen, die auf Schutz, Beratung und konkrete Hilfe angewiesen sind. So wurde im Gottesdienst spürbar, was auch in der Predigt angelegt war: Hoffnung bleibt nicht abstrakt, sondern braucht eine Adresse. Sie zeigt sich dort, wo Menschen aufgefangen, begleitet und gestärkt werden. Das Sammlungsmotto „Für ein sicheres Zuhause – Hilfe bei häuslicher Gewalt“ wurde in der Predigt ausdrücklich als konkrete Folge dieses Hoffnungsgedankens entfaltet. 

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Diakonie zum Gespräch und zum gemeinsamen Mittagessen ein. (AB)